Personal Style

Neue Frise, neuer Mensch?

 

Kennt ihr das, wenn ihr scheinbar ohne Grund richtig mies gelaunt, gar am Boden zerstört seid? Meistens steckt doch irgendein tiefer sitzendes „Problem“ hinter derartigen Tiefs. Aber dennoch überkommen sie einen manchmal wie aus heiterem Himmel. So ging es mir kurz bevor ich mir die Cornrows zulegte. Ich saß einen ganzen Tag lang heulend im Bett und wusste nichts mit mir anzufangen.

Schließlich habe ich mich aufgerafft und bin in den Afro-Shop, um mir diese Frisur machen zu lassen. Das tat übrigens weh wie Hölle. Doch danach habe ich mich – erstmal – gefühlt wie ein neuer Mensch. Durch die Ablenkung? Durch das neue Aussehen? Ich weiß es nicht. Das Tief hat mich ein paar Stunden später dennoch wieder eingeholt. Die Besserung war von kurzer Dauer. Die Methode mit der Frise war wohl doch nicht so effektiv.

Also bin ich zu Marina gefahren. Meiner besten Freundin. Mit ihrer Gesellschaft ging es mir dann endgültig besser. Ich glaube im Leben ersetzt nichts den positiven Einfluss, den unsere liebsten Menschen auf uns haben. Kein Geld, keine schöne Wohnung, kein Erfolg und keine neue Frisur. Wann immer ich die höchsten Glücksgefühle empfinde, ist ein Abend oder Tag mit Menschen voraus gegangen, die ich gern habe. Und deswegen ist einer meiner wichtigsten Schlüssel zum Glück: Zeit mit echten Freunden. Zeit mit der Familie. Das ist mir viel wichtiger als – zum Beispiel – Zeit in meine Karriere zu stecken. Dann lege ich lieber keine Karriere hin, wenn ich dafür mehr Zeit mit meinen Freunden habe.

Diese Bilder sind übrigens bei einer Fashionweekparty entstanden. Das war so ein Abend, an dem ein kurzer Griff in den Schrank gereicht hat, um das perfekte Outfit zu kreieren. Und das besteht in dem Fall komplett aus Second Hand Klamotten. 🙂 Ganz anders als ein paar Tage zuvor, habe ich mich hier gefühlt, wie eine junge Göttin. Nun, das Leben als Sprunghafter Mensch ist viele Dinge, aber nicht langweilig.

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Outfit

Eine kurze Geschichte ohne Anfang und ohne Ende. Anfang: Die Sonne prallt auf die weiße Außenwand des Bauhausarchivs. Es ist warm. George und ich betreten, immer noch halb betäubt vom Vorabend, das Gelände und nähern uns dem hellen Komplex. Die Geometrie der Anlage bannt mich. Das Zusammenspiel von grau und weiß, die Reflexion der Sonne. Der Weg dorthin hat sich jetzt schon gelohnt.

Meinen Mantel habe ich in einem kleinen Vorort von Mulhouse in Frankreich bei einer alten Dame gekauft. Er besteht aus einem sehr robusten Hemdstoff und Hand kein Futter. Die alte Dame war sehr klein und dünn. Sie trug mit ihrem Alter dennoch spitze Schuhe mit pfennig Absätzen und verkaufte mir neben diesem Mantel eine Versace Jeans. Alles zusammen für 3 Euro.

Im inneren des Gebäudes zwinge ich mich durchs Museum. Die Menschen um mich herum, eine magere Ausstellung und mein vertrockneter Schädel haben sich zusammen getan, um mich zu ärgern. Zu alledem ist George auch noch total ambitioniert. Das ist wohl der anstrengendste Ausstellungsbesuch den ich seit langem hatte. Die Ruhe des weiß-grauen Vorhofes aber, die habe ich festgehalten. Ende.

Outfit

Was trage ich auf diesen Bildern? Eine braune 80er Jahre Lederjacke. Das ist das Teil, das dem Look Charakter gibt – in Kombination mit der alten Wolljacke meines Ex-Freundes. Abgetragene Schuhe, eine schwarze Jeans.

Ich muss nicht die Mode der Saison tragen, um cool auszusehen. Ich muss nicht jeden Monat oder gar jede Woche shoppen gehen, um das Gefühl zu haben, mein Outfit ist der letzte Schrei.

Ich bin gut ausgerüstet mit allen Formen und Farben, die ich mag. Hosen, Jacken, Oberteile en Mass. Das beste Gefühl, was ich bei einem gelungenen Outfit haben kann ist, wenn ich meine Lieblingsteile trage und merke, dass ich meinen Stil gefunden habe.

Und wisst ihr, wie ihr einen Schrank voller Lieblingsteile bekommt? Weiterlesen

Outfit

Diese Fotos sind in Thessaloniki entstanden, wo ich letzte Woche ein paar Tage mit meinem Freund verbracht habe. Ich liebe diese Stadt, weil sie voller Überraschungen steckt. An jeder Ecke lauern süße, kreativ und indivuduell eingerichtete Cafés. Streetart soweit das Auge reicht und Sonne satt. Sie ist der perfekte Ort für Flaneure wie mich. Obwohl ich, seitdem ich denken kann, mindestens einmal im Jahr hier bin, entdecke ich immer wieder neue, besondere Spots wie diesen hier. Diese Treppe hat direkt in einen verwinkelten Hinterhof geführt, in welchem mehrere hübsche Tavernen waren. Der Boden war dort mit alten Backsteinen ausgelegt. Kellner trugen Stühle aus fröhlich bemalten Lokalen hinaus. Sie bereiteten alles für den Abend vor. Ach, ich liebe diese Stadt.

Ich habe im Urlaub richtig Lust gut auszusehen. Dementsprechend nehme ich mir Zeit für mein Styling. Dafür ist der Urlaub schließlich da, nicht wahr? Um sich Zeit für sich selbst zu nehmen und sich gut zu fühlen. Macht ihr euch auch immer so schön, wenn ihr im Urlaub seid? Oder denkt ihr eher praktisch, wenn ihr euren Koffer packt?

 

Modt – Bunt, Artsy, Unisex

 

Kennt ihr dieses Phänomen, dass ihr euch so fühlt wie das, was ihr tragt? Wenn die Shirts von Modt eine Emotion in mir auslösen, dann ist es Freude und gute Laune. Das ist auch der Grund warum ich euch dieses Label unbedingt hier auf dem Blog vorstellen möchte.

Der Kopf hinter Modt ist der Mittzwanziger Brandon Shell, der vor der Labelgründung Fine Arts und Grafikdesign studiert hat. Als ich das erfuhr fand ich seine Mode gleich noch viel geiler, einfach weil es sich um ein junges drei Mann Unternehmen handelt, welches Shirts produziert, die in zehn Jahren an Individualität sicher nichts eingebüßt haben werden. Und ich bin nicht die einzige, die von dem Label begeistert ist: Weiterlesen

Outfit

Ich war vor kurzem in Barcelona, wo ich ein paar Tage Urlaub gemacht habe. Dieser Post ist im Duschbereich meines Hostels dort entstanden. Ich finde Fliesen sind fotogen und nehme sie gerne als Motiv. Zum Glück war nie jemand im Badezimmer, als ich dort zugegen war. So konnte ich mich mit meiner Kamera austoben.

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Outfit: Jeans on Jeans

Ein Jeanslook, der ins Auge fällt, das ist das einfachste der Welt. Jeans auf Jeans ist eine Kombination, bei der man wirklich fast nichts falsch machen kann. Man braucht nicht einmal Jeansstoffe, die sich farblich ähneln. Ich hätte die dunkelblaue Denim auch sehr gut mit einer hell- statt einer mittelblauen Jeansjacke kombinieren können, der Look hätte trotzdem funktioniert, also keine Scheu bei unterschiedlichen Jeansstoffen!

Teuer ist das Outfit auch nicht gewesen. Für die Tasche, Jacke, Jeans und das Shirt habe ich insgesamt 10 Euro bezahlt. Wie schön, dass Flohmärkte und Second-Hand-Läden in Deutschland so weit verbreitet sind. So, dass man eigentlich überall günstig, nachhaltig und exklusiv shoppen kann. Denn Klamotten, die Menschen Jahrelang getragen haben, die sich aber dennoch in einem so guten Zustand befinden, dass sie weiterverkauft werden können, müssen ja eine Topqualität haben. Oft sind Vintage Klamotten aber auch noch quasi ungetragen. Jeansjacken sind ein gutes Beispiel dafür, wie sehr es sich lohnt gebrauchte Kleidung zu kaufen. Weiterlesen

Outfit: Vintage Vibe

Ich muss gestehen: kuschelige Sonntags-Outfits sind mir die liebsten. Bei aller Bequemlichkeit hatte ich gestern dennoch das Bedürfnis mich weiblich zu fühlen, deshalb habe ich zu der lockeren Hose ein enges, schulterfreies Longsleeve kombiniert. Hose, Tasche und Jacke habe ich aus meinem lieblings Second Hand Laden. Ich würfle oft Teile aus den 80ern, 90ern und heute zusammen. Ich mag das. Manchmal fühlt man sich ein bisschen wie eine Filmfigur, wenn man die originalen Schnitte früherer Jahrzehnte trägt. Gestern war beispielsweise Juliette Binoche in „Drei Farben: Blau“ mein Stilvorbild. Ich wollte einen lockeren, schlichten Look mit einem femininen touch, den ich mit der Kombination der drei Ketten noch etwas aufgepeppt habe. Weiterlesen

Outfit: Bauchfrei und dicke Boots

Dies ist der zweite Post über meinen persönlichen Stil und wie ihr sehen könnt, trage ich bauchfrei. Das wird mit Sicherheit öfter so sein, denn ich liebe es meinen Bauch zu zeigen, auch im Winter! Zum Glück ist es gerade en vogue sich Pullis um die Hüfte zu binden. Erstens betont das schön die Figur und somit auch den bauchfreien Look, zweitens wärmt es den Bauch und drittens kann man den Pulli einfach anziehen, sollte es doch mal zu kalt werden. So können auch Bauchfreiliebhaberinnen (was für ein Wort) ganz entspannt ihre Linie weiter fahren, trotz der Kälte.

Ein weiteres Element, das unadingbar zu meinem Stil gehört sind klobige Boots. Fette, massive Schuhe auf denen man das Gefühl hat feste, entschlossene Schritte zu machen. Mit meinen Vagabonds, die ihr auf den Bildern seht oder meinen Dr.Martens, fühle ich mich immer ein bisschen stärker als sonst, allein aufgrund ihrer Robustheit. Am liebsten kombiniere ich sie mit Skinny-Jeans, so kommen sie noch besser zur Geltung.

Outfit Details: Schuhe: Vagabond/ Hose: Zara/ Schal: Handgestrickt von Oma/ Pullover: Vintage/ Croptop: H&M/ Parker: Vintage von Kemper/ Rucksack: Koolertron

Fotos: Florian Franze

Outfit: Herbstfarben

Der Herbstanfang in diesem Jahr ist lau und sonnig. Perfekt für warme Shoots welche die Farbenpracht der Jahreszeit zur Geltung bringen. Denn das ist es doch, was wir alle am Herbst lieben oder? Die kräftigen Braun-, Gelb- und Rottöne an den Bäumen, die bunten Laubhaufen auf dem Boden, der mit dem Wind spielende Blätterregen. Dieser erste Herbstlook ist inspiriert von all dem, denn die Jahreszeit lädt quasi dazu ein sich entsprechend den Farben der Natur zu kleiden. Braun existiert neben schwarz und grau ohnehin in jedermanns Schrank und bordeaux spätestens seit vorletzten Winter auch.

In diesem Outfit gibt es übrigens eine Zusammenstellung, die ich empfehlen kann. Eine Jacke oder Weste mit einem großen Kragen unter eine Jacke mit einem kleinen oder keinem Kragen ziehen. Das ergibt vor allem bei Leder unter Jeans oder umgekehrt eine sehr schöne Optik, funktioniert hier bei der braunen und violetten Jacke jedoch auch hervorragend.

Outfit Details: violette Jacke, Tasche, Jeans (Joop), Top, Gürtel: Vintage/ Braune Jacke: Bershka/ Stiefel: Marc

Fotos: Tim Plagemann