Monat: August 2017

Luft zum atmen

Seit dem ich in Berlin wohne, habe ich vielmehr das Bedürfnis hinaus in die Natur zu gehen, den Menschenmassen zu entfliehen und die stickige Luft der U-bahn gegen den Duft des Waldes auszutauschen. Früher habe ich mich bei Kurztrips für Städtereisen interessiert. Seit diesem Jahr ist dieses Interesse durch das Verlangen ersetzt worden, an einem Hang zu sitzen und auf Berge zu gucken. Oder an einem Ufer den Sonnenaufgang zu sehen. Oder durch das Dickicht des Waldes zu laufen und das Knacken der Äste unter meinen Füßen zu spüren.

Hier auf den Bildern seht ihr mich in Bad Saarow in Brandenburg, wo ich das erste Mal ganz bewusst in den Wald gefahren bin und dort zwei Tage mit meiner besten Freundin verbracht habe.

 

Alle Teile sind Vintage.

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Neue Frise, neuer Mensch?

 

Kennt ihr das, wenn ihr scheinbar ohne Grund richtig mies gelaunt, gar am Boden zerstört seid? Meistens steckt doch irgendein tiefer sitzendes „Problem“ hinter derartigen Tiefs. Aber dennoch überkommen sie einen manchmal wie aus heiterem Himmel. So ging es mir kurz bevor ich mir die Cornrows zulegte. Ich saß einen ganzen Tag lang heulend im Bett und wusste nichts mit mir anzufangen.

Schließlich habe ich mich aufgerafft und bin in den Afro-Shop, um mir diese Frisur machen zu lassen. Das tat übrigens weh wie Hölle. Doch danach habe ich mich – erstmal – gefühlt wie ein neuer Mensch. Durch die Ablenkung? Durch das neue Aussehen? Ich weiß es nicht. Das Tief hat mich ein paar Stunden später dennoch wieder eingeholt. Die Besserung war von kurzer Dauer. Die Methode mit der Frise war wohl doch nicht so effektiv.

Also bin ich zu Marina gefahren. Meiner besten Freundin. Mit ihrer Gesellschaft ging es mir dann endgültig besser. Ich glaube im Leben ersetzt nichts den positiven Einfluss, den unsere liebsten Menschen auf uns haben. Kein Geld, keine schöne Wohnung, kein Erfolg und keine neue Frisur. Wann immer ich die höchsten Glücksgefühle empfinde, ist ein Abend oder Tag mit Menschen voraus gegangen, die ich gern habe. Und deswegen ist einer meiner wichtigsten Schlüssel zum Glück: Zeit mit echten Freunden. Zeit mit der Familie. Das ist mir viel wichtiger als – zum Beispiel – Zeit in meine Karriere zu stecken. Dann lege ich lieber keine Karriere hin, wenn ich dafür mehr Zeit mit meinen Freunden habe.

Diese Bilder sind übrigens bei einer Fashionweekparty entstanden. Das war so ein Abend, an dem ein kurzer Griff in den Schrank gereicht hat, um das perfekte Outfit zu kreieren. Und das besteht in dem Fall komplett aus Second Hand Klamotten. 🙂 Ganz anders als ein paar Tage zuvor, habe ich mich hier gefühlt, wie eine junge Göttin. Nun, das Leben als Sprunghafter Mensch ist viele Dinge, aber nicht langweilig.