Fashion Fotografie für Anfänger: 5 Tipps

Bilder, die aussehen wie aus einem Fashion Magazin. Modefotografie ist eine Disziplin für sich und ich möchte euch heute fünf Tipps geben, wie ihr Bilder inszenieren könnt, die aussehen, wie die der Profis! Damit dein Look auf Facebook, Instagram und Co. perfekt zur Geltung kommt! Dabei dreht es sich hier weniger um Fotografie selbst, als viel mehr um Licht, Outfit, Posing und Setting, sprich um das Drumherum. Let’s go:

1. LICHT

Das Licht ist in der Fotografie das A und O. So auch in der Modefotografie. Ganz Allgemein gilt: Natürliches Licht ist euer Freund! Dabei macht Sonne harte Schatten, wie ihr es auf folgendem Bild sehen könnt:

Wolken ergeben indirektes Licht, sie erzeugen eine schöne, gleichmäßige Beleuchtung und weiche Schatten, was besonders schön an meinem letzten Beitrag zu erkennen ist.

Diese Regel gilt auch für Kunstlicht. Mal angenommen, du bist mit deinem besten Homie unterwegs und ihr möchtet z.B. die Beleuchtung eines Treppenhauses nutzen. Tut euch selbst den Gefallen und positioniert euch nicht genau unter der Lichtquelle. Das wird entweder hässliche, zu harte Schatten in euer Gesicht werfen, oder euer Bild ist sogar überbelichtet. Das bedeutet, es wird so viel Licht in dem Bild sein, dass an vielen Stellen nur noch weiße Flächen zu sehen sind. Durch Überbelichtung gehen Details verloren, wodurch das Bild an Qualität verliert. Was vor allem scheiße ist, wenn ihr mit einer Handykamera fotografiert, die im Normalfall ohnehin nicht mit sonderlich tollen Bildern brilliert. Stellt euch lieber etwas von der Lichtquelle weg. Ruhig auch in den Schatten (weicheres Licht) und probiert dann mal aus, wie euer Ergebnis ist.

In einem Bild dieses Beitrages sind meine Haare überbelichtet. Erkennt ihr welches es ist? Dann habt ihr das Prinzip verstanden. 😉

2. SETTING

Das Setting ist das Drumherum auf euren Fotos. Es ist von enormer Wichtigkeit. Der Look eurer Bilder steht und fällt mit dem Setting, bzw. dem Bildausschnitt, den ihr auswählt. Ganz grundsätzliche Tipps, um ein eindrucksvolles Setting auszusuchen:

  • Je mehr Tiefe das Bild hat, je weiter der Horizont ist, umso eindrucksvoller.
  • Linien verleihen eurem Bild Dynamik. Das ist schön auf dem oben erwähnten Foto zu sehen. Aber auch hier oder hier.
  • Weniger ist mehr. Wenn ihr Zuhause fotografiert, nehmt am besten eine weiße Wand. Wenn ihr unterwegs seid, achtet darauf, dass sich nicht zu viele verschiedene Farben und Strukturen auf dem Foto vermischen. Entscheidet euch für einen Hintergrund und lasst alles andere aus dem Bild raus!
3. POSING

Posing ist eine Philosophie für sich. Am besten hilft hier wirklich nur Übung. Wenn ihr überhaupt keine Ahnung habt, wie ihr in das Posing einsteigen sollt, dann versucht es am besten erst einmal mit einer komplett starren Haltung. Die Füße stehen gerade und fest auf dem Boden und ihr Blickt scharf in die Kamera oder ein bisschen zur Seite bzw. nach oben. Bitte nur minimal! Nicht gleich die Pupillen umdrehen, ihr wollt ja nicht aussehen wie ein Zombie.

Grundsätzlich kann ich euch fürs Posing raten: Übetreibt ruhig! Es ist ok, schämt euch nicht. Probiert euch aus. Verrengt euch! Hockt euch. Dreht euch um und schaut über die Schulter. Habt keine Angst, dass die Bilder gestellt wirken. Ihr habt sie ja inszeniert, also schämt euch nicht dafür. Niemand wird am Ende sagen: „Oh, das sieht aber gestellt aus.“ Also nur zu! Wenn euer Posing so extrem ist, dass es in der Umgebung etwas komisch wirkt, dann empfehle ich euch, es nur bis unter die Hüfte, bzw. maximal bis unter die Knie abzubilden (vgl. das unter „Licht“ erwähnte Bild). So sieht man genug von eurem Look und von eurem Posing aber die Kamera ist nah an euch heran und ihr wirkt nicht wie fehl platziert.

Achtet unbedingt auf eure Körperspannung. Macht es euch nicht bequem. Auch wenn ihr cool aussehen wollt. Körperspannung halten!

4. OUTFIT

Wenn ihr in Modezeitschriften Blättert werden ihr schnell merken, dass ihr kaum Fotostrecken mit basic Looks finden werdet. Die Outfits sind meistens ausgefallen, freaky und wollen etwas neues, etwas besonderes zeigen. Wie bekommt ihr besondere Outfits in eure Fotos herein? Mein Tipp an euch: Holt dieses eine, ausgefallene Teil aus dem Schrank, welches ihr euch bisher nicht zu tragen getraut habt. Tut es nicht, wenn ihr es eigentlich hässlich findet. Dann lasst es bloß im Schrank. Aber wenn ihr ein Teil habt, was ihr bisher einfach als zu ausgefallen empfunden habt, dann habt ihr jetzt den ultimativen Anlass es anzuziehen! Nämlich auf eurer eigenen Modestrecke! Kombiniert das Teil am besten mit Klamotten, in denen ihr euch ultra wohl fühlt. So bleibt ihr euch selbst treu. Ihr könnt aber auch einfach irgend etwas zusammen würfeln. Ein spielerischer Zugang ist das beste, was ihr machen könnt. So macht es am meisten Spaß.

5. ZEIT

Mein letzter Tipp an euch: Lasst euch beim Shooten mindestens eine halbe Stunde Zeit. Sowohl als Model, als auch als Fotograf werdet ihr etwas brauchen, um euch „warm“ zu shooten. Nach einer Zeit werdet ihr jedoch viel lockerer vor der Kamera werden und hinter der Kamera werdet ihr die besten Winkel und Bildausschnitte gefunden haben. Die besten Bilder kommen also meist erst, nachdem ihr euch eine Weile an das Shooting gewöhnt habt. Geht spielerisch an die Sache heran, so macht es am meisten Spaß.

Wenn ihr diese fünf Tipps beachtet, werdet ihr sehen, wie sich die Qualität eurer Fotos ganz deutlich verbesstert und in Richtung Fashion Fotografie ändert! Viel Spaß beim Ausprobieren.

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